JU Nordwürttemberg & Alois Gerig MdB fordern Nachbesserung beim Mindestlohn

Martin: „„Leistungsfähige regionale Landwirtschaft erhalten“

Neuenstadt: Vertreter der Jungen Union (JU) Bezirksverband Nordwürttemberg besuchten letzten Mittwoch den „Unterländer Spargelhof“ der Familien Kühner und Murawski in Neuenstadt am Kocher (Landkreis Heilbronn). Dort informierten sie sich zunächst im Rahmen einer Betriebsbesichtigung über den Anbau, die Ernte und Verarbeitung des königlichen Gemüses.

In einer anschließenden politischen Diskussionsrunde mit dem Vorsitzenden des Bundestags-ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, Alois Gerig MdB (Wahlkreis Odenwald-Tauber), kritisierte Betriebsinhaber Murawski die in seinen Augen unnötige Bürokratie im Zusammenhang mit der Umsetzung des Mindestlohngesetzes für die Landwirtschaft. Der stellvertretende Vorsitzende der JU Nordwürttemberg, Dominik Martin, der sich Ende des Monats auf dem Bezirkstag in Degenfeld (Landkreis Göppingen) für das Amt des Vorsitzenden der JU Nordwürttemberg bewerben wird, stellte dazu fest: „Grundsätzlich müsste der Mindestlohn nichts Schlechtes sein. Aber die Bürokratie, die Arbeitsministerin Nahles den Betrieben durch zusätzliche Dokumentationspflichten auferlegt hat, gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir wollen aber im internationalen Wettbewerb mithalten können und auch eine leistungsfähige regionale Landwirtschaft und die vielen bäuerlichen Familienbetriebe zu erhalten.“ Alois Gerig MdB forderte in seiner Rede ein stärkeres Verbraucherbewusstsein über die Erzeugung von Lebensmitteln: „Die Verbraucher haben es in der Hand: Schon mit ein paar Cent mehr können sie dazu betragen, unsere heimischen Landwirte zu stärken, die unter den höchsten Standards hervorragende Lebensmittel produzieren.“ Außerdem kritisierte Gerig die einseitige Förderung der ökologischen Landwirtschaft durch die baden-württembergische Landesregierung.