JU gegen Schavan im CDU-Bundesvorstand

Nach „„bildungspolitischer Irrfahrt““ fordert JU den Rückzug von Annette Schavan –- rund ein Drittel Zustimmung beim CDU-Bezirksparteitag

Die Junge Union Nordwürttemberg fordert weiterhin die CDU Baden-Württemberg auf, eine erneute Kandidatur von Annette Schavan zum CDU-Bundesvorstand nicht mehr zu unterstützen.

„Ein entsprechender Antrag am CDU-Bezirksparteitag wurde trotz des massiven Widerstands einiger Abgeordneter immerhin von einem Drittel der Delegierten unterstützt“, so der Vorsitzende des JU-Bezirksverbands Björn Hannemann. „Auch wenn so kein Beschluss in unserem Sinne zustande kam, bleibt unsere Forderung bestehen: Als zweitgrößter Landesverband der CDU müssen wir auch innerhalb der Bundespartei auf unsere Glaubwürdigkeit bedacht sein – und das verträgt sich nicht damit, dass wir Schavan erneut in den Bundesvorstand schicken“.

Hintergrund ist das Papier des CDU-Bundesvorstands zur Bildungspolitik, das maßgeblich von der Ministerin erarbeitet wurde und in dem unter anderem die Abschaffung der Hauptschule propagiert wurde. Der stellvertretende JU-Bezirksvorsitzende Steffen Kirsch kritisiert: „Als Landesministerin betonte sie zu Recht die Stärken unseres durchlässigen dreigliedrigen Schulsystems und die Bedeutung des Föderalismus – als Bundesministerin schließt sie sich sozialdemokratischen Phantasien an und will plötzlich eine Schulart einstampfen. Das dürfen wir als CDU Baden-Württemberg nicht unterstützen – weder inhaltlich, noch durch die Person Schavan“.

Gleichzeitig gratuliert die JU Nordwürttemberg ihrem ehemaligen Bezirksvorsitzenden, dem jetzigen JU-Landesvorsitzenden Steffen Bilger MdB zu seiner Wahl zum Bezirksvorsitzenden der CDU Nordwürttemberg.