Heiner Geißler zu Gast bei der Jungen Union

Neujahrsempfang und Klausurtagung der JU Nordwürttemberg in Ellwangen

Die Junge Union (JU) Bezirksverband Nordwürttemberg hatte zu ihrem diesjährigen Neujahrsempfang in der Brauereigaststätte Roter Ochsen in Ellwangen (Ostalbkreis) den ehemaligen CDU-Generalsekretär und Bundesminister a. D. Heiner Geißler als Festredner eingeladen.

Vor vollbesetztem Haus hielt das mittlerweile 84-jährige CDU-Urgestein eine launige Rede, bei der es tagespolitisch Aktuelles mit Grundsätzlichem verknüpfte. Vor allem die Achtung des christlichen Menschenbildes hob Geißler hervor: „Man darf die eigene Seele nicht verraten wegen ein paar Prozentpunkten von rechts.“, mahnte er mit Hinblick auf die Diskussionen um die islamfeindliche Pegida-Bewegung und die Asylpolitik. Gleichzeitig stellte Geißler klar, dass Deutschland von allen Einwanderern die bedingungslose Achtung des Grundgesetzes und der deutschen Gesetze verlangen müsse. Für radikale Hassprediger und IS-Sympathisanten gebe es dagegen in Deutschland keinen Platz, so Geißler.

Die beiden kommissarischen Vorsitzenden der JU Nordwürttemberg, Christina Oberdorfer und Dominik Martin, stellten auf der anschließenden Klausurtagung des Bezirksvorstands klar, dass sich die Union von Pegida und der sie unterstützenden AfD klar distanziere. „Die überwiegende Mehrheit der Migranten in Deutschland stellt eine Bereicherung für unser Land dar.“, erklärte Oberdorfer: Zuwanderung bedeute häufig auch kulturelle Bereicherung und sei im Hinblick auf den demografischen Wandel und den sich abzeichnenden Fachkräftemangel in weiten Teilen Deutschlands auch ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft.

Des Weiteren erklärte Dominik Martin: „Wir erkennen es an, dass die allermeisten Zuwanderer in Deutschland ein friedliebender, hart arbeitender Teil unserer Gesellschaft ist, der unsere Gesetze achtet.“ Gleichzeitig gelte es jedoch, religiösen Fanatismus und politischen Extremismus durch gezielte Präventionsarbeit und strenge Überwachung durch Polizei und Geheimdienste zu bekämpfen.

Auf ihrer Klausurtagung steckten die Mitglieder des Vorstands der Jungen Union Nordwürttemberg die Planungen für das kommende Amtsjahr ab: So planen die JU’ler eine politische Bildungsreise durch die Donau-Anrainerstaaten und berieten Strategien für die Landtagswahl 2016. Außerdem wurde festgelegt, dass sich die Delegierten des nächsten Bezirkstags im Sommer mit dem Thema „Haushalt, Finanzen und Wirtschaft“ beschäftigen sollen. Ein entsprechender Arbeitskreis werde in den nächsten Monaten einen Leitantrag zu diesem Thema erarbeiten, so Pressesprecher Tim Krautschneider.