CDU Baden-Württemberg muss sich inhaltlich und personell neu aufstellen

Fraktion muss Oppositionsrolle schnell annehmen und Handlungsfähigkeit herstellen –- Mitglieder bei Neuausrichtung nicht übergehen

„Das gestrige Wahlergebnis ist ein harter Schlag für die CDU in Baden-Württemberg. Die Wähler haben der CDU im Land eine eindeutige Rolle zugewiesen und wir müssen die Rolle der Opposition nun schnell übernehmen und Handlungsfähigkeit herstellen. Der bisherige Fraktionsvorsitzende Peter Hauk MdL hat die CDU-Landtagsfraktion hervorragend geführt und soll dies auch in Zukunft tun“, fordert der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Nordbaden Nikolas Löbel.

Die CDU-Nachwuchsorganisation fordert von der Mutterpartei eine breite Analyse der Wahlniederlage und eine offene Diskussion innerhalb der Landespartei. „Die Parteibasis hat einen engagierten Wahlkampf hingelegt und toll gekämpft. Nach der bitteren Wahlniederlage wollen wir nun eine inhaltliche Neuausrichtung der Partei und dabei darf nicht über unsere Köpfe hinweg entschieden werden. Wir müssen die Niederlage als Chance verstehen und auf breiter Basis eine Diskussion über die Neuausrichtung der CDU führen. Wir dürfen nicht wie beim letzten Mal unsere Mitglieder übergehen. Die Mitglieder müssen einbezogen werden“, fordern die Bezirksvorsitzenden der Jungen Union Nordbaden, Nordwürttemberg und Südbaden Nikolas Löbel, Björn Hannemann und Johannes Rothenberger in einer gemeinsamen Erklärung. Die Junge Union setzt auf eine breite Diskussion innerhalb der Partei, um in aller Offenheit über die künftige Arbeit und inhaltliche Ausrichtung der CDU im Land zu diskutieren. „Natürlich müssen personelle Konsequenzen gezogen werden. Aber wir wollen keine personellen Schnellschüsse über unsere Köpfe hinweg“, so Löbel.

„Die Landtagsfraktion muss ihre Arbeit aufnehmen können und die Partei braucht Zeit, um sich nach 59 Jahren Regierungszeit neu zu ordnen. Wir müssen in Ruhe über die inhaltliche und personelle Neuausrichtung diskutieren“, erklärt der JU-Bezirksvorsitzende in Nordwürttemberg Björn Hannemann. Eine schnelle Personalentscheidung in Bezug auf den Landesvorsitz ist aus Sicht der Jungen Union falsch.

„Es gibt viele Möglichkeiten für die Nachfolge im Landesvorsitz der CDU Baden-Württemberg. Gerade deshalb wollen wir jetzt keine Nägel mit Köpfen machen, ohne vorher nachzudenken. Diese Art der Personalentscheidung ist schon einmal schief gegangen, wie das gestrige Wahlergebnis zeigt“, so die drei Bezirksvorsitzenden Löbel, Hannemann und Rothenberger abschließend.